Und dann stehst du vor einem Berg Aufgaben...
Du stehst auf, gähnst, streckst dich.
Da kommt schon dein Zweiter Anführer und redet wie ein Wasserfall über die benötigte Beute und die Patrouillen. Du nickst müde und versuchst, halbwegs zuzuhören und halbwegs wachzuwerden...
Mein Zweiter Anführer teilt erste Patrouillen ein. Erst am Nachmittag werde ich eine begleiten. Aber Freizeit bleibt trotz allem nicht. Die anderen Anführer warten am Schattenbaum und ich, ja ich bin der oberste Anführer. Ich werde erwartet.
Der Schattenbaum, eine Weide, die mit ihren Zweigen vor Blicken schützt, dient uns Anführern in diesem Lager als Versammlungsplatz. Die zwei anderen begrüßen mich mit einem Kopfneigen. Wir beginnen zu reden.
Über das Wetter, die Bedingungen für unsere Clanmitglieder, über die heutigen Aufgaben der Blutlinien, über Junge, über Verletzungen und Krankheiten, über den Sommer. Wir reden entspannt über alle kleinen Wichtigkeiten und ziehen uns dann zurück.
Da wartet keine Ruhe in meinem Bau. Einer meiner Jäger bringt mir ein schönes Beutestück zum Frühstück und möchte über irgendwas erzählen.
Seine Patrouille hat Fuchsgeruch bemerkt. Ich esse und informiere dann die anderen Anführer. Krieger und Wächter können mit dieser Bedrohung mehr anfangen.
Dann erklärt mein Heiler, er würde heute Borretsch suchen gehen. Ich nicke und schicke einen Krieger mit. Sie sollen vorsichtig sein.
Ein Junges jagt meinen Schwanz und ich erkläre ihm, dass es etwas mehr Respekt haben soll. Es zieht sich zurück.
Ich besuche eine verletzte Kriegerin im Heilerbau und rede mit ihr. Dann steht auch schon die Sonne am höchsten Punkt und ich gehe zur Frischbeute.
Mein Zweiter Anführer schiebt mir eine dicke Maus zu und berichtet, wie gut die Beute doch gelaufen ist. Das langweilt mich etwas, aber er ist offenbar zufrieden.
Ein Schüler soll zum Wächter ernannt werden und ich folge dem Ruf zum Wolkenfels. Der Schüler wird ernannt, ich sage ein paar Worte und anschließend sind alle gut gelaunt. Naja, ich nur fast, aber was solls.
Ich breche zur Jagd auf und bin sofort glücklich. Der Wind im Pelz und die Geräusche der Beute im Ohr. Gemeinsam mit den anderen fange ich Beute über Beute - gerade genug, um alle drei Blutlinien zu ernähren.
Schwer bepackt gehen wir zurück zum Lager. Die Sonne geht bereits unter. Am Schattenbaum wechsle ich mit den anderen Anführern noch wenige Worte.
Müde bringe ich meinem Heiler noch etwas Beute, ich wünsche meinen Freunden eine gute Nacht ubd verlasse die Lichtung.
In meinem Bau mache ich es mir gemütlich und...
schlafe endlich ein.

